Zeitungsartikel "Traditionelle Werte pflegen und die Zukunft fördern"
Aus: Rieser-Nachrichten, 15. November 2010

Die Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis vergeben zum siebten Mal den Heimatpreis

VON HELMUT BISSINGER

Harburg „Die notwendige Lebensqualität im ländlichen Bereich wird nur durch eine maßvolle, zukunftsgerichtete Entwicklung erreicht.“ Diese Überzeugung äußerte Friedrich Hertle, Kreisverbandsvorsitzender der Volks- und Raiffeisenbanken, bei der Verleihung des Heimatpreises der Genossenschaftsorganisation. Zum siebten Mal wurde die Auszeichnung ausgelobt und nun in einem Festakt in der Aula der Harburger Volksschule vergeben. Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit „Jeder von uns sehnt sich nach Wärme und Geborgenheit, nach einem Platz, wo man hingehört, wo man sich zu Hause fühlt und zurückziehen kann – eben nach einem Stück Heimat“, sagte Hertle, der ein leidenschaftliches Bekenntnis für den ländlichen Lebensraum ablegte. Einen Beitrag zur Sensibilisierung, zur Besinnung auf traditionelle Werte und zur Gestaltung dieser Werte für die Zukunft soll der Heimatpreis leisten, erklärte Hertle. Die Genossenschaften sehen es als ihre Aufgabe an, Verantwortung für den ländlichen Raum zu übernehmen, betonte der Kreisverbandsvorsitzende, „damit unsere Heimat liebenswert und lebensfähig bleibt“. Für die Volks- und Raiffeisenbanken sei gesellschaftliches Engagement ein wesentlicher Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie. Vor diesem Hintergrund habe der heutige Ehrenpräsident des Bezirksverbandes Schwaben, Leonhard Dunstheimer, vor inzwischen 18 Jahren den Heimatpreis ins Leben gerufen. „Die Liebe zur Heimat verpflichtet uns“, stimmte der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Georg Schmid, zu. Jeder Einzelne habe den Auftrag, die Heimat zu pflegen, sie zu behüten, für sie Verantwortung zu übernehmen. „Es ist bemerkenswert, dass eine Bank sich dem ebenfalls verpflichtet“, betonte Schmid und fragte: „Warum ist unsere Region so stark?“ Die Antwort gab er gleich selbst: Weil sie nicht nur wirtschaftlich prosperiere, sondern „einen starken Zusammenhalt und eine große Gemeinschaft lebt“. Schmids Empfehlung: „Nicht nur für sich, sondern auch für andere Verantwortung zeigen. “Jede Gemeinschaft sei darauf angewiesen, griff Landrat Stefan Rößle den Faden auf, „dass Menschen sich für andere beziehungsweise ihr Umfeld engagieren“. Der Heimatpreis ziele darauf ab, regionale Traditionen zu erhalten und die Region liebens- und lebenswert zu gestalten. „Es ist wichtiger, etwas im Kleinen zu tun, als im Großen darüber zu reden“, zitierte der Landrat Willy Brandt. Nicht die Reaktion der  Öffentlichkeit hätten die Preisträger in ihrem Handeln im Fokus gehabt, sondern das Gemeinwohl, resümierte Rößle, der um verstärkte Anstrengungen warb: Nicht von ungefähr habe der Landkreis eine Imagekampagne angestoßen, weil die demografische Entwicklung dies erfordere. In 15 Jahren würde die Landkreisbevölkerung um schätzungsweise 6000 Menschen schrumpfen, was immerhin der Größe einer Stadt wie Harburg entspräche. Der Bürgermeister der Burgstadt, Wolfgang Kilian, freute sich über die Ausrichtung der Festveranstaltung in der Aula der Volksschule, die im Rahmen des energetischen Modernisierungsprogramms mit einem Kostenaufwand von 2,75 Millionen Euro saniert wird. Die Preisverleihung sei ein Musterbeispiel genossenschaftlichen Engagements. Die Preisvergabe in den Sparten Ökonomie und Ökologie, Architektur und Ortsplanung sowie Kultur und Gemeinschaft umrahmten die Reimlinger Bläser im Beisein zahlreicher kommunaler Verantwortungsträger, darunter über ein Dutzend Bürgermeister.

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